Nationalhymne von Luxemburg

Der Text der Nationalhymne von Luxemburg

Ons Heemecht

Wou d’Uelzecht durech d’Wisen zéit,
Duerch d’Fielsen d’Sauer brécht,
Wou d’Rief laanscht d’Musel dofteg bléit,
Den Himmel Wäin ons mécht:
Dat as onst Land, fir dat mer géif
Hei nidden alles won,
Ons Heemechtsland dat mir so déif
An onsen Hierzer dron.

An sengem donkle Bëscherkranz,
Vum Fridde stëll bewaacht,
Sou ouni Pronk an deire Glanz
Gemittlech léif et laacht;
Säi Vollek frou sech soë kann,
An ‚t si keng eidel Dreem:
Wéi wunnt et sech sou heemlech dran,
Wéi as ‚t sou gutt doheem!

Gesank, Gesank vu Bierg an Dall
Der Äärd, déi äis gedron;
D’Léift huet en treie Widderhall
A jidder Broschts gedon;
Fir, d’Hemecht ass keng Weis ze schéin;
All Wuert, dat vun er klénkt,
Gräift äis an d‘ Séil wéi Himmelstéin
An d’A wéi Feier blénkt.

O Du do uewen, deen seng Hand
Duerch d’Welt d’Natioune leet,
Behitt Du d’Lëtzebuerger Land
Vru friemem Joch a Leed;
Du hues ons all als Kanner schon
De fräie Geescht jo ginn,
Looss viru blénken d’Fräiheetssonn,
Déi mir sou laang gesinn!

Unsere Heimat

Wo die Alzette durch die Wiesen zieht,
Durch die Felsen die Sauer bricht,
Die Rebe längs der Mosel blüht,
Der Himmel Wein verspricht:
Dort ist das Land, für dessen Ehr
Kein Opfer uns zu schwer,
Die Heimat, die als teures Gut
In unseren Herzen ruht.

In seinem dunklen Wälderkranz,
vom Frieden still bewacht,
So ohne Prunk und teuren Glanz,
Gemütlich lieb es lacht.
Sein Volk sich glücklich sagen kann,
Und es sind keine leeren Träume:
Wie heimelig sich’s doch hier wohnt,
wie gut ist’s doch daheim.

Gesang, Gesang, von Berg und Tal
Die Erd‘, die uns getragen,
Die Lieb‘ hat einen treuen Widerhall
In jeder Brust getan.
Für die Heimat ist keine Weise
zu schön,
Jedes Wort, das aus ihr klingt,
Ergreift die Seel‘ wie Himmelstön‘
Und unser Auge wie Feuer blinkt.

O Du dort droben, dessen Hand
Den Völkern gibt Geleit,
Behüt das Luxemburger Land
Vor fremdem Joch, vor Leid!
Als Kind empfingen wir von Dir
Den freiheitlichen Sinn,
Die Freiheitssonne, unsre Zier,
Lass leuchten fernerhin!

Die Nationalhymne von Luxemburg wurde von Michel Lentz geschrieben und von Jean Antoine Zinnen komponiert.

Das Motto von Luxemburg: Wir wollen bleiben, was wir sind.

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